26.03.2026 Sitzung laufenthaler Gemeinden betr. die Koordination Fallenstellen
Der Einsatz von Fallen im Kampf gegen die Asiatische Hornisse ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Einige sehen im sog. „Spring Trapping“ eine gute Möglichkeit, durch das Fangen von Jungköniginnen die spätere Anzahl an Nestern zu dezimieren. Andere sind der Meinung, dass der Beifang durch nicht-selektive Fallen der Umwelt unter Umständen mehr schadet als ein ganzes Hornissennest.
Meine Meinung ist, dass ein korrekter und verantwortungsvoller Umgang mit Fallen der Biodiversität zumindest nicht oder nur sehr wenig schadet. Nützen tut es aus meiner Sicht jedoch nichts, da die Natur bei der Verbreitung der Asiatischen Hornisse auf einen ungeheuren Überfluss an Jungköniginnen basiert. Größere Sekundärnester entlassen zwischen 350 und 500 Königinnen. Davon überleben 95 % den Winter nicht (Kälte, Schimmel und Räuber). Es bleiben also zwischen 18 und 25 übrig. Ein Vorjahresnest generiert ca. fünf Folgenester. Das bedeutet, dass zwischen 13 und 20 Königinnen durch Fallen, Nestkämpfe und Räuber sterben können, ohne die Reproduktionsrate zu stören – pro Vorjahresnest!
Die einzig wirksame Methode, das Vorkommen der Asiatischen Hornisse zu verringern, ist das Vernichten von Nestern. Wenn man das vor dem Schlüpfen der Jungköniginnen macht, wird sogar die Reproduktion etwas verringert. Für eine „Ausrottung“ müssten 90 % der Nester vernichtet werden, was leider ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Auch im Laufental unterstützen immer mehr Gemeinden die Benutzung von Fallen im Kampf gegen die Asiatische Hornisse. Es gibt sogar Gemeinden, welche die Beschaffung subventionieren und Infoveranstaltungen für interessierte Einwohner organisieren.
Nun fand in Dittingen eine Sitzung der Gemeindevertreter statt, mit dem Ziel, den Einsatz der Fallen zu koordinieren. Der Gemeinderat von Liesberg hat mich eingeladen, als Experte an der Sitzung teilzunehmen. Regina M., Imkerberaterin aus dem Kanton Solothurn, hielt einen Vortrag mit einem dringenden Appell für den Einsatz von Fallen. Ihr Vortrag enthielt aus meiner Sicht einige fragwürdige Thesen. Auch ohne dass ich etwas gesagt hatte, standen einige Teilnehmer der Fallenstellerei sofort kritisch gegenüber.
Die Diskussion änderte spontan das Thema und befasste sich mit der Vernichtung der Nester durch die Gemeinden. Dies, weil zu befürchten ist, dass der Kanton die flächendeckende Vernichtung ab nächstem Jahr nicht mehr finanzieren kann. Deswegen sollten die betroffenen Gemeinden, Imkervereine und andere Gruppen für diese Aufgabe geschult und ausgerüstet werden.
Ich nehme mal an, dass die nächste Koordinationssitzung sich hauptsächlich mit diesem Thema beschäftigen wird.
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